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Das 1x1 der Anzüge - Begriffe verständlich erklärt

Das 1x1 der Anzüge - Begriffe verständlich erklärt

Wer ihn nicht gerade auf der Arbeit trägt, hat meistens nur wenige davon im Schrank: Anzüge. In beiden Fällen darf es für die Hochzeit etwas Besonderes sein, denn an diesem Tag steht der Bräutigam im Mittelpunkt.

Vielen Herren ist vor dem Anzugkauf gar nicht klar, wo die Unterschiede bei Herrenanzügen liegen und welche Anzüge für Hochzeiten geeignet sind. Deshalb gibt's hier die wichtigsten Begriffe für Anzüge.

Anzug, Frack oder Smoking?

Ob klassischer Anzug, Frack oder Smoking: alle eignen sich für eine Hochzeit. Wichtig ist vor allem, dass der Anzug in Stil und Farbe zum Hochzeitskleid der Braut passt. Da die Damen mit ihrer Kleiderwahl meist früher beginnen, geben sie dem Bräutigam eine Richtung vor, die er in seiner Wahl berücksichtigt. Denn ein kurzes Sommerkleid passt besser zu einem klassischen Anzug als zu einem Frack mit Zylinder. Gemeinsam geben die Outfits des Hochzeitspaares übrigens auch den Dresscode für die Gäste vor.

Welche Unterschiede gibt es bei Herrenanzügen?

Der klassische Anzug besteht aus Sakko und Hose, wobei die größten Unterschiede im Sakko zu sehen sind. Dieses hat verschiedene Schnittvarianten beim Rückenschlitz, den Knöpfen, dem Kragen und den Taschen.

Die Knöpfe

Die Schließknöpfe können ein- oder zweireihig aufgereiht sein und variieren zwischen ein bis vier Knöpfen. Bei zweireihigen Sakkos wird das Sakko in der zweiten Reihe verschlossen und ragt damit über. Die Knöpfe an den Ärmeln des Sakkos verraten, ob der Anzug maßgeschneidert oder „von der Stange“ ist: bei Maßanzügen lassen sich die Knöpfe aufknöpfen, während diese bei standardisierten Anzügen nur aufgenäht sind.

Der Kragen

Nimmt man es ganz genau besteht ein Sakko aus Kragen (= Stoff, der den Hals umgibt) und Revers (= der umgeschlagene Teil, der etwa bis zu den Knöpfen reicht), die gemeinsam das sogenannte Fasson bilden. Dabei wird in fallendes und steigendes Revers unterschieden. Das fallende Revers hat einen dreieckigen Ausschnitt und ist die bekanntere Variante. Das steigende Revers hat auch einen dreieckigen Ausschnitt, jedoch so, dass dieser zwei spitze Enden formt, die nach oben zeigen. Typischerweise ist dieses Revers breiter und auffälliger als das fallende. Im nächsten Bild ist der Unterschied gut erkennbar: Links steigendes Revers , rechts fallendes Revers.

weddista-blog-anzuege-revers-steigend-revers-fallend-jpg

Die Taschen

Auf der linken Brustseite hat jedes Sakko eine Brusttasche, in die ein Einstecktuch gesteckt werden kann. Zusätzlich befinden sich Taschen neben den Knöpfen. Meistens sind Taschen mit Patten (=Laschen), die über dem Taschenschlitz liegen, angebracht. Hat das Sakko sogenannten Paspeltaschen, ist lediglich ein Schlitz als Tasche vorhanden. Dies ist beispielsweise bei Smokings der Fall. Bei vielen Anzügen können die Patten auch in die Tasche gesteckt werden, sodass sie wie Paspeltaschen wirken.

Der Vollständigkeit halber seien noch die Billetttaschen genannt, die in modernen Anzügen kaum noch Verwendung finden. Diese befinden sich als „zweite Taschen“ oberhalb der eigentlichen Taschen und wurden ursprünglich als Verlängerung der Tasche genutzt, um beispielsweise größere Eintrittskarten ohne Knick zu verstauen.

Ein weiteres Sakkodetail sind Handkanten. Diese zusätzlichen Außennähte sind vor allem an den Taschen und am Revers sichtbar.

Der Schnitt

Die Passform des Anzugs wird durch die Bezeichnungen Regular Fit, Slim Fit und Modern Fit beschrieben und bezieht sich auf Sakko und Hose. Während Anzüge mit Regular Fit weiter geschnitten sind, sind Anzüge mit Slim Fit taillierter und besitzen ein engeres Bein. Modern Fit bezeichnet eine Kombination aus beiden.

Beim Rückenschlitz unterscheidet man zwischen der klassischen, englischen Variante mit zwei Seitenschlitzen und der amerikanischen Variante mit einem mittleren Rückenschlitz.

Als Smoking wird ein Sakko in schwarz oder dunklem Blau (manchmal auch in weiß) ohne Rückenschlitz bezeichnet. Das Revers sowie die Schließ- und Ärmelknöpfe sind mit Satin oder Seide versetzt und setzen sich dadurch optisch vom restlichen Sakko ab. Smoking erkennt man auch an dem Schalkragen, der das übliche Revers mit Ausschnitt ersetzt. Klassischerweise hat der Smoking einen Schließknopf und Paspeltaschen und wird mit Fliege getragen.

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Der Frack ist der König unter den Anzügen. Der Frack ist vorne taillenkurz, weshalb darunter ein Kummerbund ( = Schärpe, die den Hosenbund verdeckt) oder eine Weste getragen wird. Typisch für den Frack sind die beiden knielangen Schwalbenschwänze, die hinten am Rückenschlitz angebracht sind sowie seine schwarze Farbe. Zum Frack wird immer eine Fliege getragen.

Wie war das nochmal mit den Anzugsgrößen?

Um die richtige Anzugsgröße zu ermitteln, sind vier Größen entscheidend, die leicht mit einem Maßband gemessen werden können:

  • Körpergröße: Dafür wird von Sohle (barfuss) bis Scheitel gemessen.
  • Brustumfang: Hier wird ein Maßband um die breiteste Stelle der Brust gelegt.
  • Bundweite: Die Bundweite wird an der Stelle gemessen, an der später der Hosenbund sitzen soll (etwa auf Höhe des Bauchnabels)
  • Schrittlänge: Diese entspricht der Länge der inneren Beine und wird entlang des Beins von Schritt bis Boden gemessen.

Kennst du deine Maße, wird der Anzugskauf um einiges erleichtert, denn anhand dieser Maßen wird in drei verschiedene Konfektionsgrößen unterschieden:

  • kurz - Anzugsgröße 23 bis 38: Für Männer mit einer Körpergröße von ca. 165 - 180 cm, etwas mehr Bäuchlein oder breiten Hüften und einem normalen bis breiten Brustkorb.
  • normal - Anzugsgröße 44 - 62: Männer mit einer Körpergröße von 168 - 184 cm, die weder viel Bauch / breite Hüften haben noch besonders schlank sind und einen normalen bis breiten Brustkorb haben, setzen auf diese Größen.
  • schlank - Anzugsgröße 90 - 12: Diese Größen kommen für Männer mit einer Körpergröße von 177 - 194 cm, schlanken Hüften und einen nicht besonders breiten Brustumfang in Frage.

Je nach Marke und Schnitt unterscheiden sich die jeweiligen Maßen der einzelnen Konfektionsgrößen. Daher findest du entsprechende Tabellen in Onlineshops oder Fachgeschäften.

Beim Hemd ist der Halsumfang entscheidend. Dieser wird bei den meisten Hemdenmarken auch als Konfektionsgröße verwendet. Ein Halsumfang von 41 cm entspricht beispielsweise der Konfektionsgröße 41/42.

Wie trägt man einen Anzug richtig?

Wann sind die Knöpfe des Sakkos offen, wann geschlossen? Wie weit sollte das Hemd am Ärmel zu sehen sein? Zum perfekten Outfit gibt es einige weitere „Regeln“ zu beachten. Mehr dazu gibt’s in einem weiteren 1x1 der Anzüge

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Viel Spaß beim Shopping

Deine Kathi von weddista

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