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Sitzordnung an der Hochzeit

Sitzordnung an der Hochzeit

Sie ist viel Arbeit und nach dem Essen hält sich sowieso niemand mehr dran – die Tisch- und Sitzordnung. Doch mal Hand aufs Herz: Wie viele Brautpaare entscheiden sich wirklich gegen eine feste Sitzordnung (oder zumindest eine Tischordnung) auf der Hochzeit?

Zwar bringt die Sitzordnung einiges an Aufwand und Überlegungen mit sich, doch die Vorteile des Sitzplans sind für die meisten Brautpaare einfach zu groß, um die feste Tischordnung über Bord zu werfen:

  • Jeder Gast bekommt von Anfang an einen Sitzplatz und zwar ohne langes Suchen, Ärger und schlechte Laune
  • Als Brautpaar bestimmt ihr, welche Gäste nah am Brauttisch, an der Tanzfläche etc. sitzen und könnt so auf die verschiedenen Gäste eingehen.
  • Bei potenziellen „Problemfällen“ (Expartner, Familienstreitigkeiten) könnt ihr mit der Sitzordnung dafür sorgen, dass sie weit voneinander weg sitzen
  • Ältere Gäste und Gäste, die sonst niemanden kennen, haben durch die Sitzordnung einen „Anlaufpunkt“ und fühlen sich dadurch wohler
  • Sakko, Handtasche & Co der Hochzeitsgäste haben von Anfang an einen Ort, an dem sie niemanden stören, ohne dass eine Garderobe organisiert werden muss

Oder kurz: die Sitzordnung hat Einfluss auf die Stimmung deiner Gäste. Abgesehen davon ist es eine Wertschätzung gegenüber euren Gästen, ihnen einen festen Platz zuzuordnen.

Welche Tischordnung ist möglich?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Tische in einem Raum anzuordnen. Diese sind abhängig von der Gästeanzahl, der Tischform (runde oder eckige Tische) und der Größe der Location. Wie praktisch, dass die meisten Locations bereits alle ausprobiert haben und dir so bei der Entscheidung helfen können.

Der Trend: Freie Tischordnung

Besonders beliebt ist eine freie Anordnung der Tische im Raum. Die Gäste sitzen in Gruppen von 6 – 8 Personen an runden Tischen oder kleineren Tafeln, die im Raum verteilt sind. So wird der Raum der Location optimal genutzt. Verteilst du die Tische gleichmäßig im Raum, entsteht dabei ein harmonisches Gesamtbild.

Das besondere dieser Tischordnung: Durch die kleineren Tischgruppen können sich die Gäste wunderbar untereinander unterhalten. Außerdem kannst du dabei auf die verschiedenen Gäste eingehen - die Großeltern sitzen in einer ruhigeren Ecke, während die Freunde am Rand der Tanzfläche Platz finden.

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Eine weitere beliebte Tischordnung sind lange Tafeln. Sie bieten ein Gefühl von Geselligkeit, Zusammengehörigkeit und sehen wunderschön aus. Bei großen Hochzeitsgesellschaften ist es kaum möglich, alle an einer langen Tafel zu platzieren. Stattdessen werden kleinere Tafeln im Raum verteilt.

Auch klassische Tischanordnungen wie die U-Form oder E-Form können gestellt werden. Im Gegensatz zur freien Tischordnung wirkt diese Anordnung zwar starrer, gibt aber trotzdem das Gefühl, dass alle an einem Tisch sitzen.

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Darauf kannst du bei der Tischordnung achten

Achte bei der Raumaufteilung darauf, dass genügend Platz zwischen den Tischen ist. Die Gäste sollen bequem aufstehen und die Stühle rücken können, ohne ihren Gegenüber dabei vom Stuhl zu schubsen. Auch das Servicepersonal muss ungestört durch die Tische gehen können, um Getränke nachzuschenken, Essen zu servieren und Teller abzuräumen.

Neben den Tischen solltest du auch genug Platz für weitere Elemente lassen:

Wo steht der Brauttisch?

Der Brauttisch wird besonders gern in der Mitte des Raums oder an einer Stirnseite platziert. Beides hat Vor- und Nachteile:

  • Platzierst du den Brauttisch in der Mitte des Raums, sitzen alle Gäste etwa gleich weit von euch entfernt und können euch sehen. Der Nachteil: Ein Teil der Gäste sitzt in eurem Rücken, sodass ihr euch bei Hochzeitsreden ständig im Kreis drehen müsst, um auch alle Gäste anzuschauen.
  • Steht der Brauttisch an der Stirnseite des Raums, sitzen manche Gäste besonders weit von euch weg und könnten sich so „abgeschoben“ fühlen. Gleichzeitig seht ihr alle Gäste – besonders, wenn der Brauttisch als Tafel gestaltet ist.

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Und wer sitzt – natürlich neben euch - noch am Brauttisch? Das kommt auch auf die Größe des Tischs an. In der engeren Auswahl stehen wahrscheinlich eure Trauzeugen (mit Partnern) und eure Eltern. Bei der Auswahl seid ihr komplett frei. Statt der Eltern könnt ihr deshalb auch weitere, enge Freunde oder Verwandte am Brauttisch platzieren.

Um Streitigkeiten zu vermeiden und niemandem auf die Füße zu treten ist es dennoch ratsam, die Plätze am Brauttisch gut zwischen den Familien, Freunden und Trauzeugen von Braut und Bräutigam aufzuteilen. Sitzen die Eltern der Braut am Tisch, die des Bräutigams aber nicht, ist Streit vorprogrammiert.

Die Sitzordnung erstellen

Um eine Sitzordnung zu erstellen brauchst du erstmal eine Gästeliste. Diese habt ihr sicherlich bereits zu Beginn der Hochzeitsplanung erstellt, um die Location auszuwählen und die Einladungen zu verschicken. Bestimmt ist diese noch nicht final – und es wird auch immer wieder kleinere Änderungen aufgrund von kurzfristigen Absagen geben. Doch ohne Gästeliste ist es unmöglich eine gute Sitzordnung zu erstellen.

Durch die Location weißt du, welche Tische zur Verfügung stehen (rund oder eckig) und wie viele Personen an einem Tisch Platz finden (meistens 6 oder 8 Personen pro Tisch). Hier musst du dich noch nicht für eine finale Anordnung der Tische entscheiden – allerdings hilft dir dieses Wissen, um die Gäste in kleinere Grüppchen zu ordnen.

Sortiere Familien- und Freundeskreise, achte dabei auf zerstrittene Gäste innerhalb der Familie oder Expartner im Freundeskreis. Fange dabei am besten mit dem Brauttisch an, schließlich sitzen dort mit die wichtigsten Personen 😊

Sobald du die kleineren Grüppchen sortiert hast, weiß du wie viele Tische du in etwa benötigst und kannst mit der Anordnung der Tische beginnen.

Nun müssen die einzelnen Gästegrüppchen noch an die jeweiligen Tische verteilt werden. Wer es etwas lockerer möchte, kann den Gästen auch nur einzelne Tische zuordnen und ihnen die Sitzordnung am Tisch selbst überlassen. Ansonsten werden die Plätze mit Namensschildern oder Platzkarten fest zugeordnet.

Laut Knigge gilt übrigens: Der Mann sitzt immer links von der Frau. Ist eine Gruppe in der Überzahl werden die Personen unauffällig und symmetrisch in die Sitzordnung integriert, statt sie gemeinsam an einem Ort zu platzieren. Außerdem sitzen Verlobte immer nebeneinander, während Ehepaare nicht nebeneinander (sondern eher gegenüber voneinander) sitzen sollten.

Singletisch, Kindertisch & andere Ideen

Dass so eine Sitzordnung sich nicht von allein gestaltet, merkt man an den verrücktesten Formen, die sie annehmen kann. Generell ist natürlich alles erlaubt – doch wenn die Sitzordnung wirklich zur gelungenen Stimmung beitragen soll, dann setze zusammen, was zusammengehört.

Auf einer Hochzeit geht es um die Liebe. Ein Grund mehr, dass Paare am gleichen Tisch sitzen sollten. Sie zu trennen, weil es nicht in die gedachte Ordnung passt oder wirklich jeder neben jemandem sitzen soll, den er nicht kennt, ist meistens keine gute Idee.

Gleiches gilt für Freundeskreise und Familien. Schließlich geht man nicht auf die Hochzeit, damit Kumpel Jörg und Tante Inge sich kennenlernen, sondern um gemeinsam eine tolle Zeit zu verbringen. Gleichzeitig sorgt das widerum für Grüppchenbildung und es wird schwieriger, alle zu vereinen. Aber auch dafür gibt's natürlich ein paar Ideen:

Tipps gegen Grüppchenbildung:

  • Teile besonders große Freundeskreise (mit mehr als 10 Personen) auf mehrere Tische auf und vermische sie so gleichmäßig mit kleineren Freundeskreisen.
  • Stelle die Gäste kurz vor. Dabei geht es nicht darum, die Gäste stundenlang mit Anekdoten zu langweilen, sondern darum die anderen Gäste einzuordnen und so auch ansprechen zu können (Familie der Braut, Familie des Bräutigams, Freunde aus der Schule/ Uni/ Ausbildung/ Arbeit/ Nebenjob/ Sport/ Hobby etc.).
  • Sorge für kleine Aufgaben und Spiele, bei denen sich die Gäste automatisch kennenlernen z.B. die Chaoskarten in der Hochzeitsedition, das Fotospiel Snapmee oder das Hochzeitsreden-Bingo.

Was NICHT zusammengehört aufgrund von Scheidungen, Familienstreitigkeiten und anderen Diskrepanzen, sollte auch nicht zusammensitzen. Der Gedanke „es geht um die Liebe, also vertragt euch und habt eine schöne Zeit zusammen“ ist zwar nett, funktioniert aber eher selten. Statt Happy End enden solche Versuche meistens in schlechter Laune. Denke daran, dass im Laufe des Abends auch Alkohol im Spiel sein wird. Wie meine Oma schon immer sagte: „Betrunkene und Kinder sagen immer die Wahrheit“.

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Berühmt berüchtigt ist auch der Singletisch. Ein Tisch voller Singles kann als Kupplershow à la „Bachelor in Paradise“ missverstanden werden. Die Singles gehören also an die passenden Tische des Freundeskreises, der Arbeitskollegen, der Familie – selbst wenn dort sonst nur Pärchen sitzen. Kennt eine Person niemanden auf der Hochzeit, setze sie an einen Tisch mit Freunden, die ähnliche Interessen haben, offen und gesprächig sind.

Bleibt noch der Kindertisch. Habt ihr viele Kinder auf der Hochzeit, kannst du über einen Kindertisch nachdenken. Ganz kleine Kinder können noch nicht allein am Kindertisch sitzen (frage einfach bei den Eltern nach) und ganz große Kinder (also Jugendliche) wollen nicht mehr dort sitzen. Damit niemand über die herumliegenden Spielsachen stolpert, kannst du den Kindertisch am Rand des Raums platzieren – also weder direkt neben der Tanzfläche, noch neben dem Weg zum Buffet, Toiletten oder nach draußen.

Bei Kindern gilt wie bei kaum einem anderen Gast: je glücklicher, desto besser die Stimmung und desto länger halten sie (und damit auch die Eltern) durch 😉 Sorge für Beschäftigung mit Aktivitätsmappen, Spielen und vielleicht sogar einer professionellen Kinderbetreuung.

Jederzeit den Überblick behalten

Änderungen an der Sitzordnung? Die Tische müssen doch anders gestellt werden? Für dich kein Problem! Zwar gibt es Onlinetools, um eine Sitzordnung zu erstellen und selbst mit einer einfachen, farbigen Excelliste ist es möglich, einen Sitzplan zu erstellen. Trotzdem entscheiden sich die meisten Paare dafür, den Sitzplan mit Stift zu Papier zu zeichnen. Das ist genauso flexibel, macht aber viel mehr Spaß.

Die Namen aller Gäste werden einzeln auf Klebezettel geschrieben. Schneide nun runde oder eckige Tisch aus und klebe die einzelnen Gäste an die jeweiligen Tische. Mit Hilfe der Klebezettel bleiben sie an Ort und Stelle und sind trotzdem flexibel abänderbar.

Noch einfacher und schöner wird es, wenn du die Tische aus Pappe ausschneidest und Wäscheklammern anstatt Klebezettel verwendest.

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Tisch- und Sitzordnung dekorieren

Je nach Größe der Hochzeitsgesellschaft hilft ein Sitzplan am Eingang zur Hochzeitslocation, um den richtigen Tisch und damit Sitzplatz zu finden.

Gedruckte Sitzpläne sind meistens wunderschön, haben allerdings den Nachteil, dass du sie erst relativ kurzfristig in Auftrag geben kannst. Ab diesem Zeitpunkt sind keine kurzfristigen Änderungen mehr möglich. Ist jemand krank, bleibt der Platz somit leer. Flexibler sind Sitzpläne, bei denen du die einzelnen Personen an die Tische stecken, heften, stellen kannst.

Habt ihr ein Motto auf der Hochzeit, kannst du auch den einzelnen Tischen Namen geben zum Beispiel von Ländern, die ihr bereist habt, Orten an denen ihr Dates hattet, Lieblingsfilme, Farben. Platziere dafür beschriftete Dekoelemente oder Schilder in der Mitte des Tischs.

Klassische Tischnummern tun es mindestens genauso gut und können genauso schön in Szene gesetzt werden.

Bleiben noch die Namensschilder und Platzkarten an sich. Diese kannst du auf den Teller legen, ans Gastgeschenk binden, in die Serviette einarbeiten und vieles mehr.

Denke daran, die Sitzordnung zum Aufbau mitzubringen. So können dich die helfenden Hände deiner Freunde beim Eindecken unterstützen.

Wie gestaltest du die Sitzordnung?

Gute Stimmung auf der Hochzeit wünscht

Deine Kathi von weddista

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