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Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues

Diesen Hochzeitsbrauch kennt jeder. Die Braut trägt an ihrer Hochzeit „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“. Doch wo kommt die Hochzeitstradition her und was bedeutet sie?

Die Herkunft der Hochzeitstradition

Ursprünglich kommt dieser Brauch aus England. Im Original heißt es:

Something old,

something new,

something borrowed,

something blue,

a silver sixpence in her shoe.

Ende des 19. Jahrhunderts wird die Hochzeitstradition das erste Mal schriftlich erwähnt.

A silver sixpence? Diese Zeile hat es wohl nicht in die Deutsche geschafft und wird (wenn überhaupt) noch von den Briten verwendet. Diese stecken sich ihre Sixpence-Münze in den Schuh, was dem Paar Wohlstand bringen soll. Viele Bräute kleben sich die Münze heutzutage auf die Schuhsohle – soll ja auch unbequem sein, den ganzen Tag auf einer Münze rumzulaufen.

Das bedeutet die Tradition

Die Bedeutungen des Spruchs weichen ein bisschen voneinander ab, je nachdem welcher Quelle man Glauben schenkt. Im Großen und Ganzen passen alle Interpretationen aber wunderbar zusammen.

In den ersten Fassungen soll „something old“ und „something blue“ das böse Auge verwirren und so die Braut vor ihm schützen. Denn das böse Auge sorgt dafür, dass die Frau unfruchtbar wird. Daher wird „something old“ auch oft mit dem Schutz der zukünftigen Kinder des Paares in Verbindung gebracht. Im Deutschen wird meistens darauf verwiesen, dass „etwas Altes“ für die Vergangenheit der Braut steht.

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Wie das böse Auge wohl aussieht? Im Volksmund kann jemand, der das böse Auge und damit magische Kräfte besitzt, einem anderen nur durch einen Blick Unheil bringen.

Wenn “etwas Blaues” nicht gerade das böse Auge verwirrt, steht die Farbe für Reinheit, Ehrlichkeit und Treue. Manchmal wird auch auf das Christentum verwiesen, in denen die Farbe Blau für Frömmigkeit und die Jungfrau Maria steht.

Auch “something borrowed” hat im englischen Original die Aufgabe vor dem bösen Auge zu bewahren. Um vor der drohenden Unfruchtbarkeit durch das böse Auge zu schützen, soll die Braut etwas Geliehenes tragen – und zwar wenn möglich die Unterwäsche einer Frau, die viele Kinder bekommen hat.

Glücklicherweise wird in heutigen Interpretationen nicht mehr von Unterwäsche gesprochen, sondern davon, dass sich die Braut damit das Glück eines verheirateten Paares „leiht“. Dieses überträgt sich dann auf das frisch verheiratete Paar. Also aufgepasst, von wem du etwas Geliehenes annimmst...

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In manchen alten Interpretationen gibt es auch noch eine andere Variante: Danach schützt „etwas Geliehenes“ und der Sixpence im Schuh vor Bewerbern, die von der Braut verschmäht wurden. Selbst die alten Briten wussten wohl schon, dass ein Exfreund auf der eigenen Hochzeit keine gute Idee sein kann.

Bei „something new“ ist die ursprüngliche Bedeutung unklar. Mittlerweile wird „etwas Neues“ mit dem neuen Leben in Verbindung gebracht, in das das Paar gemeinsam aufbricht. Es steht also für Hoffnung, Optimismus und Zukunft.

So bindest du die Tradition in dein Hochzeitsoutfit ein

Irgendetwas Neues, hast du bestimmt an dir, vielleicht ist es dein Kleid, deine Schuhe oder ein Schmuckstück. Selbst wenn es "nur" der Brautstrauß ist - irgendetwas ist immer dabei.

Bei etwas Altem liegt ein Familienerbstück, ein Teil des Brautkleids deiner (Schwieger-) Mutter oder ein Accessoire einer Freundin natürlich nahe. Doch auch gekaufte Secondhand-Kleider oder -Schmuckstücke zählen dazu. Schau doch auch mal in unserer Kategorie Vintage Hochzeiten vorbei. Vielleicht gibt es ja dort etwas Altes für dich?

Etwas Geliehenes geht in eine ähnliche Richtung wie etwas Altes. Viele Bräute nutzen dafür den Schmuck von Verwandten oder Freunden. Falls dir kurz vor der Trauung noch „etwas Geliehenes“ fehlt, eignet sich auch ein Taschentuch oder ein Geldschein einer deiner Gäste.

Als etwas Blaues ist traditionell das wohlbekannte Strumpfband oder eine blaue Schleife, die in das Kleid genäht wird, angedacht. Doch warum nicht mal ein wenig Farbe wagen und etwas Blaues als Farbakzent im Outfit nutzen?

Blaue Schuhe, Ohrringe oder eine Kette mit einem blauen Stein (jeder kennt Saphire, aber es gibt auch Lapislazuli, Opal, Tansanit und andere), eine blaue Clutch, blaue Blumen im Strauß (oder im Haar) und blaue Bänder als Gürtel sind großartige Alternativen. Tipp: Viele Brautaccessoires auf weddista kannst du individualisieren und so in etwas Blaues verwandeln.

Für ausgeflippte Bräute ist vielleicht auch ein Lidschatten im Blauton, blauer Nagellack oder ein blauer Strassstein auf dem Nagel des Ringfingers eine passende Idee.

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Wie setzt du „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues“ um? Und leiht sich wirklich jemand die Unterwäsche seiner Freundin für die Hochzeit? Hinterlasse uns einen Kommentar.

Viel Glück und Schutz vor dem bösen Auge wünscht

Deine Kathi von weddista

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