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Secondhand-Schätze verkaufen

Nachhaltig heiraten - so geht's

Nachhaltig heiraten - so geht's

Hattest du während deiner Hochzeitsplanung schon mal das ungute Gefühl mit deiner Hochzeit der Umwelt zu schaden, weil du vieles nur für den einen Tag brauchst? Dann bist du hier genau richtig!

Wir zeigen dir, mit welchen Tipps und Ideen du den ökologischen Fußabdruck der Hochzeit so gering wie möglich halten kannst.

Eines vorab: hier geht es nicht darum, dir deine Wünsche für die Hochzeit auszureden oder dir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil du kein veganes Hochzeitsmenü anbietest. Diese Tipps sollen dir jedoch Wege aufzeigen, wie du die Umwelt bei deiner Hochzeit nicht vergisst. Viele davon sind sehr leicht umzusetzen, sodass jeder auch bei der Traumhochzeit auf die Umwelt achten kann.

CO2-Ausstoß mit kurzen Wegen reduzieren

„Wir heiraten auf Bali und freuen uns auf euer Kommen“. Wer sich vorstellt wie alle Gäste um die halbe Welt reisen, um an eurer Hochzeit teilzunehmen merkt schnell, dass dadurch sehr viel CO2-Ausstoß produziert wird. Muss es unbedingt der Inselstrand sein oder ist es nicht auch schön, in der eigenen Region zu heiraten?

Je geringer der Anreiseweg für euch und eure Hochzeitsgäste, desto umweltfreundlicher ist eure Hochzeit. Bei Familien und Freundeskreisen, die in ganz Deutschland oder sogar auf der ganzen Welt verstreut sind, lässt sich das natürlich nie ganz vermeiden.

Doch vielleicht findet ihr eine Location, die gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist und bei der die Hochzeitsgäste deshalb ohne das ganze „Wir fahren mit dem Auto zur Trauung, dann zur Hochzeitslocation, lassen es dort stehen, fahren mit dem Taxi nach Hause und kommen es am nächsten Tag mit einem anderen Auto holen“-Spiel auskommen?

Liegen der Ort der Trauung und der Ort der Hochzeitsfeier nah beieinander, können die Gäste sogar gemeinsam nach dem Sektempfang zu Fuß zur Party gehen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern macht auch unglaublich viel Spaß!

Ist die Location schlecht an öffentliche Verkehrsmittel angebunden (vor allem nachts), könnt ihr im Vorfeld Fahrgemeinschaften organisieren oder einen Gästetransport, der von der Location selbst zu einem großen Bahnhof fährt, von dem die Gäste gut nach Hause kommen können.

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Location für die Hochzeitsfeier

Apropos Location: Grüne und nachhaltige Hochzeiten assoziieren viele direkt mit Hochzeiten auf einer grünen Wiese oder in einer Scheune. Doch das heißt nicht, dass dies auch nachhaltig sein muss! Muss die alte, hohe Scheune für eure Hochzeit extra beheizt oder die notwendige Infrastruktur erst noch auf die grüne Wiese gebracht werden (denke nur an Toiletten und Strom), hat das „öko-Feeling“ schnell wenig mit einer grünen Hochzeit zu tun.

Falls eure Hochzeit oder ein Teil der Hochzeitsfeier im Freien stattfinden, sollte eine Ausweichmöglichkeit bei schlechtem Wetter zur Verfügung stehen. Das ist viel nachhaltiger als Heizpilze aufstellen zu müssen.

Außerdem ist es wichtig, dass ihr die Natur wieder so hinterlasst, wie ihr sie vorgefunden habt, indem ihr die Partyreste einsammelt und von Anfang an genügend Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Denke dabei auch an Aschenbecher für die Raucher – nichts ist nerviger als am nächsten Tag Zigarettenstummel vom Boden zu sammeln!

Bei einer Hochzeitsfeier in einem Bio-Hotel oder -Restaurant kannst du dir zusätzlich sicher sein, dass auch in der sonstigen Organisation der Hochzeit (und im normalen Betrieb) auf die Umwelt geachtet wird.

Naturmaterialien und Upcycling

Naturmaterialien sind wunderschön und nachhaltig zugleich. Das Beste daran: sie lassen sich an unglaublich vielen Stellen deiner Hochzeitsplanung umsetzen:

Gleiches gilt für Gebrauchtes, dass du für deine Hochzeit „pimpst“: Vasen oder Kerzenständer aus Altglas mit schönen Bändern verziert, Hochzeitspapeterie aus Umweltpapier, alte Weinkisten für die Candy Bar…

Unnötigen Müll vermeiden

Gehörst du auch zu den vielen Hochzeitspaaren, die sich Geldgeschenke zur Hochzeit wünschen? Damit ist die Müllproduktion durch unnötige Geschenke, die ihr nicht benötigt, schon mal deutlich reduziert.

Dennoch werden viele Hochzeitsgäste sich Mühe geben, das Geld auf eine schöne und kreative Art und Weise zu verpacken. Mit einem Hinweis zum Beispiel auf den Einladungen oder der Hochzeitshomepage, dass ihr der Umwelt zuliebe keine Geschenkefolie wünscht, wird weiterer Müll vermieden.

Auch beim Essen und Trinken kannst du darauf achten, dass die Müllproduktion reduziert wird: Verzichte auf Plastikgeschirr (auch am Polterabend und beim JGA), genauso wie auf Plastikstrohhälme in Cocktails und Longdrinks.

Es gibt Reste bei der Hochzeitstorte oder beim Abendessen? Dann gib deinen Hochzeitsgästen diese doch am Ende des Abends mit, statt sie zu entsorgen. Im Blogbeitrag Wie groß sollte die Hochzeitstorte sein? erfährst du, wie du von Anfang an gut kalkulierst, um Reste zu vermeiden.

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Mieten statt Kaufen

Ob Tischdekoration oder Gläser für die „Pimp my Prosecco“-Bar – für die Hochzeit benötigst du einiges in Mengen, die du im Alltag nur schlecht wiederverwenden kannst. Wer braucht daheim schon 28 Vasen, die auf der Hochzeit die Tische schmückten oder 97 Sektgläser?

Die Alternative schlechthin: Mieten statt Kaufen! Das produziert weniger Müll und ist damit eine umweltfreundliche Alternative. Außerdem bedeutet es weniger Arbeit im Nachhinein (denn zum Service gehört bspw. die Reinigung), ist platzsparend und kostet weniger Nerven.

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Secondhand-Schätze nutzen oder im Anschluss verkaufen

Wer nicht auf den Kauf der eigenen Dekorationsartikel verzichten möchte, kann diese gebraucht kaufen oder danach wiederverkaufen. Schließlich ist die Hochzeit ein einmaliges Erlebnis im Leben. Was passiert also mit den vielen Vasen, dem Brautkleid und den Accessoires? Genau, in vielen Fällen nämlich nichts und dass, obwohl sie nur einmal verwendet wurden.

Gebrauchte Dekoration, Brautkleider oder Accessoires schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Auf weddista findest du Gebrauchtes oder übrig Gebliebenes ehemaliger Brautpaare. Oder du verkaufst deine eigenen Dinge im Anschluss wieder, statt sie im Keller verstauben zu lassen.

Regional und saisonal feiern

Im Alltag ist es für immer mehr Menschen selbstverständlich, regionale und saisonale Produkte zu kaufen und so etwas für die Umwelt zu tun. Der Vollständigkeit halber sei es aber auch zur Hochzeit nochmal erwähnt: Es ist keine gute Idee, im März auf Spargel wertzulegen oder im August auf Flieder im Brautstrauß zu bestehen.

Gleiches gilt für lange Anreisen von Dienstleistern, die extra für eure Hochzeit eingeflogen werden. Übrigens: es gibt auch Hochzeitsdienstleister, die auch in ihrem beruflichen Alltag auf Nachhaltigkeit setzen und sich auf nachhaltige Hochzeiten spezialisiert haben. Mehr darüber erfahrt ihr bald hier in unserem Hochzeitsblog!

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Das Hochzeitsoutfit

Beim Hochzeitsoutfit hast du viele Möglichkeiten, nachhaltig zu handeln: Leihe das Brautkleid und den Anzug, kaufe Secondhand-Produkte oder achte auf ein Outfit, das auch nach der Hochzeit weiter getragen werden kann, um Verschwendung entgegenzuwirken. Letzteres ist beim Brautkleid schwierig (doch nicht unmöglich, wie tolle Zweiteiler zeigen) - bei Accessoires, Schuhen, Taschen, Jäckchen und Standesamtkleid aber super umsetzbar!

Hand aufs Herz: Wirst du eine Farbe und einen Kleiderstil finden, der allen Brautjungfern so gut gefällt, dass sie die Kleider auch auf anderen Hochzeiten noch tragen werden? Schwierig, oder? Deshalb kannst du die obigen Tipps auch für die Outfits der Brautjungfern anwenden: Verzichte auf einheitliche Kleider der Brautjungfern und lasse jede das Kleid wählen, dass ihr gut steht. Damit vermeidest du, dass die Kleider den Kleiderschrank nach der Hochzeit höchstens in Richtung Mülltonne verlassen. Ist es dir wichtig, dass alle Brautjungfern die gleiche Farbe oder den gleichen Stil tragen könnt ihr diese gemeinsam ausleihen.

Viele Hersteller von Braut- und Bräutigammode achten auf fairen Handel und eine nachhaltige Produktion durch faire Konditionen, regionale Stoffe oder Bio-Qualität. Achte beim Kauf auf die Herkunft der Stoffe und informiere dich, wie und wo der Hersteller produziert. So kannst du dir sicher sein, dass dein Outfit unter Bedingungen hergestellt wurde, die du vertreten kannst.

Nachhaltigkeit über die Feier hinaus

Was bleibt nach der Hochzeitsfeier? Wunderschöne Erinnerungen und Bilder, Emotionen, Geschichten und natürlich die Ringe und der Partner 😉

Hast du schon mal darüber nachgedacht, wo das Edelmetall und die Steinchen von Trauringen und Verlobungsring herkommen? Goldschmieden, die ihre Rohstoffe von fairen Händlern beziehen, können euch versichern, dass in eurem Schmuck weder Kinderarbeit noch Dumpingpreise stecken.

Manche Schmuckwerkstätten verwenden auch 100% Recyclingmaterial. Alter Schmuck und Bearbeitungsreste werden dabei in ihre Bestandteile zerlegt und dann zu hochwertigem Material geschmolzen. Aus den „neuen alten“ Materialien werden im Anschluss eure Eheringe und anderer Schmuck gefertigt ohne Rohstoffe zu verschwenden.

Auch die Flitterwochen sind eine Möglichkeit, auf Nachhaltigkeit zu achten. Verbringt sie in der Nähe, steigt auf den Zug um und/oder achtet auf Bio-Hotels und nachhaltige Reiseveranstalter. Schließlich geht es doch nur darum, eine schöne Zeit zu Zweit zu genießen – wo ihr seid ist dabei doch vollkommen egal.Unser Tipp: Bei Fernreisen kannst du den produzierten CO2-Ausstoß auch mit Spenden z.B. bei atmosfair kompensieren.

Welche Tipps hast du für eine nachhaltige Hochzeit? Hinterlasse uns einen Kommentar!

Eine Traumhochzeit im Sinne der Umwelt wünscht

Kathi von weddista

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