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Goldfinger: Was du über Eheringe wissen solltest

Goldfinger: Was du  über Eheringe wissen solltest

Alles beginnt mit einer Frage und einem Ring. Einige Zeit später werden zwei Ringe daraus und das Eheleben beginnt. Die Auswahl der Trauringe ist einer der wichtigsten Entscheidungen: Neben dem Partner/der Partnerin sind es die Eheringe, die von nun an tagtäglich an der Seite sind.

Die Wahl der passenden Trauringe erfordert Geduld und Zeit, denn die Auswahl und Variationsmöglichkeiten der Schmuckstücke sind riesig: es gibt unterschiedliche Grundformen (wie hoch oder flach, breit oder schmal) und unterschiedliche Materialien, die wiederum Einfluss auf die Farbe der Ringe haben.

Neben der Farbe hat auch die Oberflächenstruktur einen großen Einfluss auf das Aussehen der Trauringe, genauso wie die Wahl der Steine. Und ja, all diese Möglichkeiten können auch kombiniert werden. Zu guter Letzt kommt die Gravur hinzu, die zwar nicht wirklich sichtbar und trotzdem von großer Bedeutung ist.

Die meisten Entscheidungen sind natürlich Geschmacksfrage. Bei Material, Oberflächenstruktur und Diamant kommt es auch darauf an wie der Ring getragen wird, da Abnutzungen und Kratzer unterschiedlich schnell auftreten.

Unsere kleine Materialienübersicht hilft dabei im Vorfeld einige Unterschiede zu kennen.

Die Legierung des Materials

Hast du dich schon einmal gefragt, was genau dieser kleine Zahlenstempel bedeutet, der häufig auf Schmuck zu finden ist? Dieser weißt auf die Legierung des Materials hin. Denn Schmuck ist so gut wie nie nur aus einem Metall hergestellt, sondern wird mit anderen Metallen verschmolzen. Die Zahl (Punze genannt) zeigt dir, wie hoch der prozentuale Anteil des Metalls ist.

Die Stempel reichen von 333 bis 999. Goldschmuck, der eine Punze von "333" aufweist, zeigt dir, dass 33,3% Gold im Schmuck enthalten sind. Der Rest sind weitere Metalle wie Silber oder Kupfer. Bei Trauringen wird oft ein Goldgehalt von 585 und 750 verwendet (also 58,5% oder 75% Gold). Punzen findest du häufig auch auf Silber- und Platinschmuck.

Wieso wird Gold überhaupt legiert und nicht als reines Gold zu Schmuck verarbeitet? Dass der Goldschmuck dadurch preisgünstiger wird, ist natürlich klar. Aber die Legierung hat auch andere Gründe. Zum einen ist Gold ein sehr weiches Material. Schmuck aus reinem Gold würde leichter brechen oder reißen und würde im Alltag nicht lange standhalten. Zum anderen wird die Legierung verwendet, um die verschiedenen Farben wie Gelbgold, Roségold (oder Rotgold) und Weißgold zu erhalten.

Materialien für Trauringe

An Trauringe werden ziemlich viele Ansprüche gestellt - schließlich sollen sie ein Leben lang getragen werden. Im besten Fall sehen sie auch nach Jahren noch schön aus, überstehen den Alltag ohne größere Kratzer oder Dellen, sind für Allergiker geeignet, müssen nicht ständig gesäubert werden, sind nicht zu schwer und nicht zu leicht und, und, und.

Daher werden nicht alle Metalle für Trauringe verwendet. Die gängigsten stellen wir dir hier vor:

Gold und seine Farbvarianten

Viele Paare entscheiden sich für Trauringe aus zeitlosem Gold. Doch Gold ist nicht gleich Gold: man unterscheidet verschiedene Farbtöne

Um Gelbgold zu erhalten, wird das Gold mit Kupfer oder Silber legiert. Roségold oder Rotgold enthält man, indem Gold mit Kupfer und Palladium oder Silber legiert wird. Weißgold (manchmal auch Graugold genannt) ähnelt farblich gesehen dem Metall Silber, hat aber die Vorteile von Goldschmuck. Um Weißgold zu erhalten, wird Silber oder Palladium mit Gelbgold verarbeitet.

Der große Vorteil von Goldschmuck - und damit auch von goldenen Trauringen - ist das zeitlose Design und seine vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten. Gleichzeitig läuft Gold nicht an und behält seine Farbe. Doch wer sich für Eheringe aus Gold entscheidet, sollte mit Tragespuren rechnen.

Platin und Alternativen

Ein seltenes und daher teures Material ist Platin. Wer Platin für die Trauringe wählt, hat damit nicht nur ein besonderes, sondern auch ein sehr praktisches Material. Denn das weiße und schwere Edelmetall hat viele Vorteile: es ist sehr robust, verfärbt und verformt sich nicht und sieht auch nach Jahren noch schön aus. Gleichzeitig ist Platin hautfreundlich und daher für Allergiker geeignet.

Wer es etwas günstiger möchte ohne auf die Vorteile von Platin zu verzichten, für den sind Palladium oder Titan eine gute Wahl. Beide Metalle sind leichter als das schwere Edelmetall. Während Palladium etwas heller ist, ist Titan dunkler und hat einen metallischen Schimmer.

Silber wird von vielen Juwelieren nicht für Trauringe empfohlen, da es sich leicht abnutzt und mit der Zeit anläuft. Als Alternative kann Edelstahl verwendet werden, das vergleichsweise günstig ist und eine ähnliche Farbe wie Silber und Weißgold hat.

Modernste Materialien mit starkem Halt

Trauringe aus Carbon und Keramik sind ausgefallene Materialien, die noch nicht sehr verbreitet sind. Während Keramik an den Vintage-Look erinnert, gibt das schwarze und strukturierte Carbon dem Ring einen technischen Look. Da zur Schmuckherstellung sogenanntes technisches Keramik verwendet wird, sind nicht nur Carbon- , sondern auch Keramikringe sehr robust.

Die Oberflächenstruktur: Poliert oder Matt?

Die Oberfläche der Eheringe zu bestimmen, klingt erstmal nach einer reinen Geschmacksfrage. Doch die Oberfläche ist natürlich die Stelle des Rings, die am meisten im Alltag in Anspruch genommen wird. Je nach Trageart empfiehlt sich die ein oder andere Struktur mehr als die andere.

Generell unterscheidet man zwischen poliert (d. h. glatt und glänzend), matt (die oberste Schicht des Rings wird bearbeitet, sodass der Ring ein strukturiertes Muster aufweist) oder gehämmert (hier wird die gesamte Struktur bearbeitet, sodass Vertiefungen im Ring entstehen):

  • poliert: Die Eheringe sind glänzend, die Oberfläche glatt. Die glatte Oberfläche bringt eine höhere Reflektion mit sich - es scheint als könne man sich in den Ringen spiegeln. Dadurch fallen kleine Kratzer kaum auf. Nach längerer Zeit werden die Ringe trübe, können aber von einem Goldschmied wieder aufpoliert werden. Selbst Hand anlegen, um die Eheringe wieder auf Hochglanz zu bekommen, sollte man besser nicht.

  • längs-, quer- oder diagonalmatt: Diese Mattierungen geben dem Ring jeweils ein ganz anderes Aussehen. Längsmattierte Eheringe weisen dünne, durchgehende Striche entlang des Rings auf, während die Striche bei quermattierten Ringen die Seiten des Rings verbinden. Verlaufen die Striche in einem 45° Winkel von einer Seite zur anderen, handelt es sich um eine diagonal- oder schrägmatte Oberfläche. Diese Oberflächenmattierungen weisen zwar eine stabile Haltbarkeit auf, doch auch kleinere Kratzer können schneller sichtbar werden. Praktischerweise können die Ringe leicht bearbeitet werden: Die schwarze Seite eines Küchenschwamms hilft, um die Mattierung wieder zu pflegen und kleinere Kratzer zu entfernen. Wichtig: Immer in Richtung der eigentlichen Mattierung arbeiten. Weißgold sollte nur vom Profi bearbeitet werden.

  • eismatt: Eismattierte Eheringe wirken sehr romantisch. Die Oberfläche wird groß und gekreuzt gebürstet, wodurch der Ring wirkt als sei er mit kleinen Eiskristallen übersät. Kleinere Kratzer fallen kaum auf, doch nach relativ kurzer Tragezeit nutzt sich die Mattierung stark ab, sodass er einem glänzenden Ring ähnelt. Eine regelmäßige Bearbeitung durch den Goldschmied muss dabei in Kauf genommen werden.

  • sandmatt: Diese Oberfläche trägt ihren Namen aus gutem Grund, denn hier wird der Ring mit einem Sandstrahl bearbeitet. Die Struktur geht über die erste, dünner Oberfläche hinaus und wird dadurch sehr stabil und langanhaltend. Kratzer sind kaum zu sehen. Nicht jeder Goldschmied kann diese Ringart anbieten und bearbeiten. Eine erneute Bearbeitung der Ringe sollte unbedingt vom gleichen Hersteller vorgenommen werden, damit die Ringe auch nach Jahren wieder den ursprünglichen Look bekommen.

  • gehämmert: Bei gehämmerten Ringe geht die Verarbeitung weit über die erste, dünnere Schicht hinaus, denn hier wird die gesamte Struktur des Rings verändert. Mit kleinen Hammern werden kleine Vertiefungen in den Ring geschlagen. Praktischerweise lässt sich diese Oberfläche in matt und poliert verarbeiten. Die Haltbarkeit dieser Art ist sehr hoch: zwar nutzen sich auch die Ränder der Einschläge nach vielen Jahren etwas ab, doch die Vertiefungen bleiben stets erhalten.

Viel Erfolg bei der Auswahl wünscht

Deine Kathi von weddista

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